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IKA HABITAT photo (cell), Photobioreaktor Steuereinheit, 0010007553
Photobiologische Kinetik und spektrale Emission In der Kultivierung photoautotropher Organismen (wie Mikroalgen, Cyanobakterien oder pflanzlichen Suspensionskulturen) ist die Applikation der exakten photonischen Energie der limitierende metabolische Faktor. Der IKA HABITAT photo (cell) Bioreaktor ist metrologisch für die hochpräzise Manipulation dieser lichtgetriebenen Kinetik konzipiert. Das System steuert dedizierte LED-Panels, die den Glasreaktor umschließen. Diese Emitter liefern eine definierte photosynthetisch aktive Strahlung (PAR). Die Automatisierungssoftware ermöglicht die exakte Programmierung von zirkadianen Rhythmen (Tag-Nacht-Zyklen) sowie die stufenlose Modulation der Lichtintensität. Diese photonische Kontrolle optimiert den Elektronentransport in den Photosystemen der Zellen und maximiert die thermodynamische Effizienz der Biomasse- oder Sekundärmetabolit-Produktion, ohne eine letale photooxidative Stressreaktion (Photoinhibition) auszulösen. Rheologie und Limitierung hydromechanischer Scherkräfte Zellkulturen, insbesondere eukaryotische oder filamentöse Mikroalgen, besitzen keine starre Zellwandstruktur wie klassische Bakterien und reagieren extrem empfindlich auf mechanische Spannungen. Der HABITAT photo (cell) ist fluidmechanisch für den absoluten Low-Shear-Betrieb ausgelegt. Angetrieben durch die Steuereinheit, transferieren hochspezialisierte Rührwerkzeuge (wie Marine-Impeller) die kinetische Rotationsenergie in eine sanfte, großvolumige axiale Strömung. Diese dreidimensionale Vortex-Generierung verhindert die gravitative Sedimentation der Zellen im Reaktor und sichert eine homogene Ausleuchtung aller Partikel (Vermeidung von Selbstbeschattung), während die hydrodynamischen Scherkräfte streng unter der kritischen Schwelle der physikalischen Zellruptur (Zelllyse) gehalten werden. Thermodynamische Automatisierung und Sensormetrologie Die Aufrechterhaltung der biologischen Integrität erfordert eine kontinuierliche Kontrolle des physikalisch-chemischen Milieus. Der HABITAT photo Tower fungiert als kybernetisches Zentrum. Integrierte Mass Flow Controller (MFC) dosieren Gase (spezifisch CO2 als anorganische Kohlenstoffquelle sowie Luft/O2) mit höchster volumetrischer Präzision in das Medium, um den Massentransferkoeffizienten (kLa) an den metabolischen Bedarf der Kultur anzupassen. Die hochauflösende Sensorik erfasst in Echtzeit Parameter wie pH-Wert und gelösten Sauerstoff (DO). Über komplexe PID-Algorithmen kompensiert das System thermodynamische Schwankungen oder pH-Shifts sofort durch automatisierte Säure-/Base-Titration oder Anpassung der Gasvolumenströme, was eine lückenlose metrologische Reproduzierbarkeit des Bioprozesses unter strengsten GLP/GMP-Vorgaben garantiert. Technische Details Produkttyp: Bioprozess-Steuereinheit / Photobioreaktor-Tower (Zellkultur) Photobiologische Funktion: Steuerung externer LED-Panels (PAR-Emission) Fluidmechanik: Optimiert für scherkraftarme axiale Durchmischung (Low-Shear) Begasungssystem: Integrierte Mass Flow Controller (MFC) für präzise Gasgemische Sensormetrologie: Anschlüsse für pH, gelösten Sauerstoff (DO), Temperatur, Level/Schaum Kybernetik: Automatisierte PID-Steuerung für Temperatur, pH und DO-Kaskaden Datenintegrität: Lückenloses Prozess-Logging und Audit-Trail-Fähigkeit Systemhermetik: Gewährleistet axiale Dichtigkeit und Containment für sterile Kulturen Lieferumfang 1 x IKA HABITAT photo (cell) Steuerturm (Control Unit) (Wichtiger Hinweis: Die spezifischen Autoklavier-Glasgefäße (Vessel), Sensoren, LED-Panels, Rührmotoren sowie zwingend erforderliche Umlaufkühler zur Temperierung sind hochgradig modular und nicht im Lieferumfang dieser Basis-Steuereinheit enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die HABITAT photo (cell) Steuereinheit ist die metrologische Intelligenz des Systems, benötigt jedoch zur Etablierung eines funktionierenden Bioprozesses die physikalische Infrastruktur. Die Auswahl des korrekten Doppelmantel-Glasgefäßes (skalierbar von 0,5 bis 10 Litern) und der korrespondierenden LED-Beleuchtungszylinder muss exakt auf die thermodynamischen und optischen Anforderungen Ihrer Kultur abgestimmt werden. Zur Kompensation der thermischen Energie (Exothermie der LEDs und des Metabolismus) ist die Ankopplung eines hochpräzisen Kryostaten unerlässlich. Wenden Sie sich für die komplexe, verfahrenstechnische Konfiguration Ihres individuellen Photobioreaktor-Setups zwingend an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA Holder MV 1 Halterung für Messgefäße, 0020019816
Kinematische Fixierung und axiale Fluchtung In der instrumentellen Rheologie und der hochpräzisen Drehmomentmessung von strukturviskosen Fluiden ist die mechanische Stabilität des Messgefäßes die fundamentale metrologische Grundvoraussetzung. Der IKA Holder MV 1 fungiert als hochsteifes, mechanisches Brückenelement zur Fixierung spezifischer Messgefäße (MV) innerhalb des verfahrenstechnischen Aufbaus. Wenn Rührorgane oder Messkörper in hochviskosen Matrizes rotieren, entstehen gewaltige Torsionskräfte, die bestrebt sind, das gesamte Gefäß in eine Festkörperrotation zu zwingen. Die MV 1 Halterung blockiert dieses Drehmoment (Torque) durch einen starren Formschluss vollständig. Sie garantiert die absolute axiale Fluchtung (Zentrierung) zwischen der Rotationsachse des Antriebs und dem geometrischen Zentrum des Messgefäßes. Jede minimale Exzentrizität würde hier unweigerlich asymmetrische Schergradienten im Fluid erzeugen und die Reproduzierbarkeit der Viskositätsdaten massiv verfälschen. Schwingungsmechanik und Resonanzunterdrückung Hohe Rotationsgeschwindigkeiten in zähen oder heterogenen Medien generieren durch ungleichmäßige Strömungswiderstände hochfrequente, laterale Schwingungen. Die geometrische Architektur des IKA Holder MV 1 ist statisch exakt darauf berechnet, diese mechanischen Vibrationen zu absorbieren und nicht an das Stativsystem zu übertragen. Durch diese effektive Resonanzunterdrückung werden Störsignale (Noise) in den empfindlichen Drehmoment-Messzellen der angeschlossenen Rührwerke oder Rheometer physikalisch eliminiert. Das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) der rheologischen Messkurven wird dadurch signifikant optimiert. Materialintegrität und Ergonomie im Laboralltag Um den hohen mechanischen Belastungen dauerhaft standzuhalten und ein Verwinden (Torsion) unter Last auszuschließen, ist die Halterung aus massiven, industriellen Metalllegierungen gefertigt. Alle Oberflächen sind durch spezielle Veredelungsverfahren gegen die Einwirkung aggressiver Lösungsmittel, Säuredämpfe und Laugen geschützt. Die Konstruktion ermöglicht dem Anwender ein schnelles, reproduzierbares Einspannen und Lösen der Gefäße, was den Durchsatz bei seriellen Messreihen im regulierten QM-Umfeld massiv beschleunigt, ohne die mechanische Positioniergenauigkeit zu kompromittieren. Technische Details Produkttyp: Mechanische Gefäßhalterung (Receptacle) Kinematische Funktion: Fixierung gegen Torsionskräfte und Rotation Metrologischer Nutzen: Sichert die exakte axiale Fluchtung des Messgefäßes Schwingungsmechanik: Absorbiert laterale Vibrationen zur Stabilisierung von Messsignalen Kompatibilität: IKA Messgefäße der Serie MV 1 Material: Verwindungssteife, chemikalienresistente Metalllegierung Klemmmechanismus: Schnelles und zentriertes Einspannen ohne Werkzeug Installation: Zur Montage an Standard-Laborstativen oder IKA Systemaufbauten Lieferumfang 1 x IKA Holder MV 1 (Halterung) (Wichtiger Hinweis: Stativmaterial, Messgefäße sowie Rühr- und Messantriebe sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der IKA Holder MV 1 ist ein reines mechanisches Fixierungselement. Um eine belastbare rheologische Messung durchzuführen, benötigen Sie zwingend das korrespondierende Messgefäß sowie ein Drehmoment-messendes Rührwerk oder Viskosimeter von IKA. Zur absolut vibrationsfreien Montage empfehlen wir zudem ein massives Doppelkreuzmuffen-System und ein schweres H-Stativ. Wenden Sie sich für die statisch einwandfreie Konfiguration Ihres Messaufbaus jederzeit an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA Laborreaktor LR 1000 basic System, #0020119960
IKA Laborreaktor LR 1000 basic System, #0020119960
IKA Laborreaktor LR-2.ST Starvisc 200, #0020020603
IKA Laborreaktor LR-2.ST Starvisc 200, #0020020603
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Allrounder, #0020013292
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Allrounder, #0020013292
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Compact Power, #0020013294
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Compact Power, #0020013294
IKA Laborreaktor LR-2.ST the High-Performer, #0020013291
IKA Laborreaktor LR-2.ST the High-Performer, #0020013291
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Versatile, #0020013293
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Versatile, #0020013293
IKA LR 1000 control System, Laborreaktor, Vakuum, 1000 ml, 0025001991
Scale-up und thermodynamische Prozesskontrolle In der anspruchsvollen chemischen Synthese, der pharmazeutischen Formulierungsentwicklung und der kosmetischen Polymerverarbeitung ist die exakte Reproduzierbarkeit thermodynamischer und rheologischer Parameter zwingend erforderlich. Das IKA LR 1000 control System ist eine hochintegrierte, modulare Reaktor-Plattform, die das strömungsmechanische und thermische Verhalten großindustrieller Produktionsanlagen im 1000-Milliliter-Maßstab physikalisch simuliert. Das System besteht aus einer prozessorgesteuerten Basisstation mit integrierter Heizung, einem hochvakuumtauglichen Borosilikatglas-Reaktor und hochpräziser Sensorik. Die direkte thermische Kopplung der Heizplatte mit dem Reaktorboden ermöglicht einen massiven Energieeintrag, der das Medium auf exakt definierte Prozesstemperaturen von bis zu 120 °C erhitzt. Dies erlaubt die Durchführung komplexer endothermer Reaktionen oder das Aufschmelzen hochmolekularer Harze unter streng kontrollierten Laborbedingungen. Rheologie und wandnahe Durchmischungskinetik Die Verarbeitung von nicht-newtonschen, strukturviskosen Fluiden erfordert eine spezialisierte mechanische Energieeinbringung. Das System ist werkseitig mit dem IKA LR 1000.10 Ankerrührer ausgestattet. Dieses aus Edelstahl AISI 316L gefertigte Rührorgan induziert gewaltige radiale und tangentiale Scherspannungen in das Medium. Die integrierten PEEK-Abstreifer schleifen dabei kontinuierlich an der Innenwand des Reaktorgefäßes. Diese Kinematik zerstört die stark isolierende thermische Grenzschicht (Hotspots) an der beheizten Glaswand mechanisch und maximiert den konvektiven Wärmeübergangskoeffizienten in Matrizes mit einer dynamischen Viskosität von bis zu 100.000 mPa·s. Um den produktschonenden Austrag dieser zähen Gele und Pasten zu garantieren, verfügt der im Set enthaltene Reaktorbehälter (LR 1000.3) über ein totraumfreies Bodenablassventil am tiefsten Punkt der Geometrie. Metrologische Messwerterfassung und pH-Integration Der essenzielle Unterschied zur "basic"-Variante liegt in der metrologischen Überlegenheit der "control"-Infrastruktur. Die Basisstation verfügt über ein mehrsprachiges TFT-Display, das nicht nur die Rotationskinetik (10 bis 150 U/min) und die Heizleistung regelt, sondern auch als zentraler Hub für die chemische Sensorik fungiert. Das System ermöglicht den direkten Anschluss von pH-Elektroden zur In-situ-Überwachung von Säure-Base-Reaktionen. Die Temperatur im Kern des Mediums wird simultan durch den mitgelieferten PT 100.30 Fühler erfasst. Ein integrierter Wiege-Algorithmus misst zudem kontinuierlich die Drehmoment-Trendänderung des Rührorgans, was eine hochpräzise, indirekte Echtzeitanalyse von Viskositätsanstiegen (beispielsweise während Polymerisationsprozessen) ermöglicht. Vakuumarchitektur und digitale Systemintegration Die Kontrolle der Reaktoratmosphäre ist für die blasenfreie Entgasung von Emulsionen oder für feuchtigkeitssensible Reaktionen unerlässlich. Das System ist auf den hermetisch abgedichteten Vakuumbetrieb ausgelegt. Normschliff-Ports (NS 14 und NS 29) im Deckel ermöglichen das gasdichte Einbringen der Sensoren und den Anschluss von Vakuumpumpen oder Inertgas-Leitungen. Für zertifizierte Labore (GLP/GMP) bietet das "control"-System eine lückenlose digitale Rückverfolgbarkeit. Über die integrierten USB- und RS-232-Schnittstellen lässt sich der gesamte Reaktor manipulationssicher an einen PC anbinden. Mit der Software IKA labworldsoft können komplexe Temperatur- und Drehzahlrampen programmiert und alle metrologischen Messdaten (Temperatur, pH-Wert, Drehmoment) zeitstempelgenau für offizielle QM-Audits archiviert werden. Technische Details Maximales Arbeitsvolumen: 1000 ml Max. Arbeitstemperatur des Produkts: 120 °C Viskositätsgrenze: 100.000 mPa·s Drehzahlbereich: 10 – 150 U/min Drehmoment-Trendmessung: Integriert zur rheologischen Überwachung Temperaturmessung: Integriert (inklusive PT 100.30 Fühler) pH-Messung: Anschluss für externe pH-Elektrode vorhanden (BNC) Vakuumtauglichkeit: System ist für evakuierten Betrieb zugelassen Produktaustrag: Über bodenintegriertes Ablassventil (LR 1000.3) Display: Hochauflösendes TFT-Display zur Prozessvisualisierung Material (medienberührend): Borosilikatglas 3.3, Edelstahl 1.4404, PEEK, PTFE, FFPM Schnittstellen: USB, RS 232 (kompatibel mit IKA labworldsoft) Zulässige Umgebungstemperatur: 5 – 40 °C Schutzart (nach DIN EN 60529): IP 21 Lieferumfang 1 x IKA LR 1000 control Basisstation 1 x IKA LR 1000.3 Laborreaktorbehälter (mit Bodenablassventil) 1 x IKA LR 1000.10 Ankerrührer (mit PEEK-Abstreifern) 1 x IKA PT 100.30 Temperaturmessfühler 1 x Sensorkabel (für pH und Temperatur) 1 x USB-Kabel zur Datendokumentation 1 x Ausführliche Betriebsanleitung Individueller Bedarf & Zubehör Das LR 1000 control System wird als funktionsfähiges Komplettpaket geliefert. Für den Ausbau zu einer vollautomatisierten Synthese-Einheit empfehlen wir jedoch verfahrenstechnische Ergänzungen: Um Säure-Base-Titrationen aufzuzeichnen, ist eine separate pH-Elektrode mit BNC-Anschluss erforderlich. Für die blasenfreie Dispersion unter Hochvakuum benötigen Sie zudem die Schaftaufnahme LR 1000.41 in Kombination mit einem T 25 digital LR Antrieb. Wenden Sie sich für die komplexe softwareseitige Einbindung (IKA labworldsoft) und die strömungsmechanische Konfiguration Ihres individuellen Reaktors jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.1 Laborreaktorbehälter, Vakuum-Reaktorgefäß, 1000 ml, 0003602000
Thermodynamische Prozessführung im anspruchsvollen Labormaßstab In der chemischen Verfahrenstechnik, der pharmazeutischen Formulierungsentwicklung und der kosmetischen Synthese ist das präzise Scale-up von Reaktionen eine hochkritische physikalische Herausforderung. Der IKA LR 1000.1 Laborreaktorbehälter ist als modularer Kernbaustein der LR 1000 basic und control Systeme exakt für diese Aufgabe konzipiert. Mit einem nutzbaren Volumen von 1000 Millilitern ermöglicht das Gefäß die exakte Simulation industrieller Misch- und Dispergierprozesse. Die thermodynamische Auslegung des Behälters erlaubt eine kontinuierliche, maximale Arbeitstemperatur des Produkts von bis zu 120 °C. Durch die direkte thermische Kopplung mit der Heizeinheit des Basisgeräts wird die thermische Energie absolut homogen in das Reaktionsmedium übertragen. Dies verhindert lokale Überhitzungen (Hotspots), die zur Denaturierung von thermolabilen aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen (APIs) oder zum unkontrollierten Sieden von Lösungsmitteln führen könnten. Strömungsmechanik bei extrem hochviskosen Medien Klassische Bechergläser oder Erlenmeyerkolben stoßen bei der Verarbeitung von zähen Salben, hochkonzentrierten Polymerlösungen oder Harzen sofort an ihre physikalischen Grenzen. Der zylindrische LR 1000.1 Behälter ist strömungsmechanisch für die Verarbeitung von Medien mit einer dynamischen Viskosität von bis zu 100.000 mPa·s optimiert. In Kombination mit den passenden IKA Ankerrührern (wie dem LR 1000.11) oder leistungsstarken T 25 ULTRA-TURRAX Dispergierern werden in diesem Gefäß gewaltige hydrodynamische Scherkräfte erzeugt. Die wandnahe Rührung verhindert das Anhaften von zähen Produktresten, garantiert einen kontinuierlichen Stoffaustausch und sichert die physikalische Stabilität von komplexen, mehrphasigen Emulsionen und Suspensionen. Hermetische Isolation und absolute Vakuumtauglichkeit Ein wesentliches Merkmal für anspruchsvolle Synthesen ist die vollständige Kontrolle über die Atmosphäre im Reaktor. Der LR 1000.1 ist für den hochgradig abgedichteten Betrieb unter Vakuum ausgelegt. Dies ist eine zwingende prozesstechnische Voraussetzung für die blasenfreie Entgasung von viskosen Gelen oder für die Durchführung von feuchtigkeitssensiblen Reaktionen unter inerten Schutzgasen (wie Argon oder Stickstoff). Der massive Reaktordeckel ist hierfür mit standardisierten Normschliff-Aufnahmen (3 x NS 14 und 1 x NS 29) ausgestattet. Diese präzisionsgeschliffenen Ports erlauben das absolut gasdichte Einbringen von PT 100 Temperaturfühlern, pH-Elektroden, Tropftrichtern für die exakte Dosierung von Reaktanten oder Rückflusskühlern zur Kondensation flüchtiger Lösungsmittel. Der bereits im Deckel integrierte Vakuumhahn (NS 14) ermöglicht die direkte, kontrollierte Evakuierung des Systems. Materialintegrität für GMP-regulierte Umgebungen Um Kreuzkontaminationen auszuschließen und eine lückenlose chemische Beständigkeit gegenüber aggressiven Säuren, scharfen Laugen und organischen Lösungsmitteln zu gewährleisten, bestehen alle medienberührenden Komponenten aus Materialien der höchsten Industriegüteklasse. Das transparente Reaktorgefäß ist aus temperaturwechselbeständigem Borosilikatglas 3.3 gefertigt, was eine permanente visuelle Prozesskontrolle von Phasenübergängen oder Farbumschlägen ermöglicht. Die metallischen Komponenten wie Sensordurchführungen oder Verschraubungen bestehen aus hochwertigem Edelstahl AISI 316L, während PTFE und extrem widerstandsfähige FPM-Elastomere als Dichtungsmaterialien fungieren. Der gesamte Reaktorbehälter lässt sich für eine normgerechte Dekontamination nach Good Laboratory Practice (GLP) vollständig demontieren und thermisch oder chemisch reinigen. Technische Details Maximales Arbeitsvolumen: 1000 ml Max. Arbeitstemperatur des Produkts: 120 °C Strömungsmechanische Auslegung: Für Viskositäten bis 100.000 mPa·s (systemabhängig) Vakuumtauglichkeit: Ausgelegt für den evakuierten Betrieb und Entgasungsprozesse Material Reaktorgefäß: Borosilikatglas 3.3 (hochtransparent, chemikalienbeständig) Material (medienberührende Metalle): Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Dichtungsmaterial: FPM (Fluorkautschuk) und PTFE Deckel-Anschlüsse (Normschliff): 3 x NS 14, 1 x NS 29 Integration Vakuum: Inklusive NS 14 Vakuumhahn zur direkten Evakuierung Kompatible Antriebssysteme: IKA LR 1000 basic base und LR 1000 control base Zulässige Umgebungstemperatur: 5 – 40 °C Hygiene: Zur vollständigen Intensivreinigung komplett demontierbar Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.1 Laborreaktorbehälter (1000 ml, Borosilikatglas) 1 x Reaktordeckel mit FPM-Dichtungen 2 x Glasstopfen NS 14 (inklusive Befestigungsklemmen) 1 x Glasstopfen NS 29 (inklusive Befestigungsklemme) 1 x Vakuumhahn NS 14 (Wichtiger Hinweis: Das IKA Basisgerät, Sensoren sowie die Rühr- und Dispergierwerkzeuge sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der LR 1000.1 Behälter ist das reine Gefäß für Ihre Reaktionen und muss zwingend mit der Heizeinheit LR 1000 basic base oder control base gekoppelt werden. Für den mechanischen Antrieb benötigen Sie zusätzlich den passenden IKA Ankerrührer (z. B. Modell LR 1000.11 aus Edelstahl oder LR 1000.10 mit PEEK-Abstreifern für stark wandhaftende Medien). Wenn Sie das Gefäß in Verbindung mit einem ULTRA-TURRAX T 25 zur High-Shear-Dispersion nutzen möchten, beraten wir Sie gerne zur passenden Schaftaufnahme. Wenden Sie sich jederzeit an unseren verfahrenstechnisch spezialisierten Beschaffungsservice für die maßgeschneiderte Konfiguration Ihres Reaktorsystems.
IKA LR 1000.10 Ankerrührer mit PEEK-Abstreifern, für LR 1000, 0004663100
Rheologie und Strömungsmechanik bei hochviskosen Medien In der chemischen Reaktionstechnik und der kosmetischen Formulierung neigen stark strukturviskose oder pastöse Medien (wie hochkonzentrierte Polymerlösungen oder dichte Emulsionen) zur Ausbildung laminarer Strömungsprofile. Konventionelle Propeller- oder Turbinenrührer versagen in diesen Systemen, da sie das Medium lediglich lokal im Zentrum umwälzen, während das wandnahe Fluid stagniert. Der IKA LR 1000.10 Ankerrührer löst dieses rheologische Problem durch seine reaktorspezifische Geometrie. Die massiven Edelstahlanker rotieren mit minimalem Spaltmaß entlang der zylindrischen Innenwandung des LR 1000 Laborreaktors. Durch diese wandnahe Kinetik werden gewaltige radiale und tangentiale Scherspannungen in das Medium induziert, welche die Viskosität im Schergefälle lokal absenken und den gesamten 1000-ml-Reaktorinhalt zirkulär homogenisieren, wodurch strömungsmechanische Totzonen (Dead Zones) physikalisch eliminiert werden. Thermodynamische Optimierung durch PEEK-Abstreifer Das fundamentale Problem bei der Temperierung hochviskoser Fluide in beheizten Reaktoren ist die Ausbildung einer stark isolierenden, thermischen Grenzschicht an der Reaktorwand. Ohne ständige mechanische Erneuerung dieser Schicht kommt es zu drastischen Temperaturgradienten, lokalen Überhitzungen (Hotspots) und im schlimmsten Fall zur irreversiblen thermischen Denaturierung (Anbrennen) des wandnahen Produkts. Der LR 1000.10 ist zur Lösung dieses thermodynamischen Engpasses mit flexiblen Abstreifblättern aus PEEK (Polyetheretherketon) ausgestattet. Diese hochtemperaturbeständigen Polymerlippen schleifen im Betrieb kontinuierlich über die Borosilikatglaswand des Reaktors. Sie schaben das statische, erhitzte Fluid mechanisch ab und mischen es zwingend in den kühleren Reaktorkern. Dieser Prozess maximiert den konvektiven Wärmeübergangskoeffizienten (k-Wert) des Systems und garantiert eine absolut homogene Temperaturverteilung innerhalb der gesamten Probenmatrix. Materialintegrität und chemische Resistenz Um in GLP- und GMP-regulierten Syntheseumgebungen eine absolute analytische Reinheit zu gewährleisten, sind die Materialien des Rührorgans für höchste chemische und thermische Beanspruchungen ausgelegt. Der zentrale Schaft und die Ankerblätter bestehen aus massivem, korrosionsbeständigem Edelstahl AISI 316L (Werkstoffnummer 1.4404). Die flexiblen Abstreifer bestehen aus PEEK, einem teilkristallinen thermoplastischen Hochleistungskunststoff, der selbst bei hohen Prozesstemperaturen (im LR 1000 bis zu 120 °C) extrem formstabil bleibt und eine überragende chemische Beständigkeit gegen aggressive organische Lösungsmittel, Säuren und Laugen aufweist. Modulare Reinigung und Dekontamination Die Gefahr von mikrobiologischen Kreuzkontaminationen (Carry-over) oder chemischen Rückständen ist bei der Verarbeitung klebriger Harze oder fettiger Gele besonders hoch. Der LR 1000.10 Ankerrührer lässt sich für die thermische Sterilisation (Autoklavieren) oder die chemische Intensivreinigung mechanisch zerlegen. Die PEEK-Abstreifer können zur separaten Dekontamination oder zum Austausch als Verschleißteil einfach vom Edelstahlschaft demontiert werden. Technische Details Produkttyp: Ankerrührer mit flexiblen Abstreifern Strömungsmechanische Auslegung: Optimiert für extrem hochviskose und pastöse Medien Spezifisches Merkmal: Integrierte, wandstreifende PEEK-Blätter Thermodynamischer Vorteil: Massive Erhöhung des konvektiven Wärmeaustauschs an der Reaktorwand Kompatibilität: Exklusiv für IKA LR 1000 Laborreaktorsysteme (basic und control) Material (Welle & Rotor): Hochwertiger Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Material (Abstreifer): PEEK (Polyetheretherketon) Chemische Beständigkeit: Höchste Resistenz gegen Lösungsmittel, Säuren und Laugen Max. zulässige Arbeitstemperatur: 120 °C (Systemgrenze des LR 1000) Hygiene: Abstreifer zur chemischen oder thermischen Intensivreinigung demontierbar Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.10 Ankerrührer (aus Edelstahl) 1 x Set PEEK-Abstreifer (bereits am Ankerrührer montiert) (Wichtiger Hinweis: Der IKA LR 1000 Reaktorbehälter sowie die Basisstation sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der Ankerrührer ist das rein mechanische Arbeitsorgan und erfordert zwingend den Einsatz in einem IKA LR 1000.1 oder LR 1000.3 Reaktorbehälter. Die flexiblen PEEK-Abstreifer unterliegen bei stark abrasiven Medien (wie partikelgefüllten Pasten) einem mechanischen Verschleiß. Wir empfehlen, entsprechende Ersatz-Abstreifer für Ihren Routinebetrieb vorzuhalten, um Stillstandzeiten zu minimieren. Wenden Sie sich für die strömungsmechanische Auslegung Ihres Reaktors und die Beschaffung passender Verschleißteile jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.11 Ankerrührer, Edelstahl, für LR 1000, 0004663000
Makroskopische Durchmischung und wandnahe Kinetik In der verfahrenstechnischen Formulierung von hochviskosen, pastösen oder strukturviskosen Medien (wie Gelen, dichten Emulsionen oder Polymersuspensionen) stoßen klassische axiale Rührorgane an ihre physikalischen Grenzen. Sie erzeugen in zähen Fluiden lediglich lokale Strömungskavernen, während die restliche Probenmatrix an der Reaktorwand stagniert. Der IKA LR 1000.11 Ankerrührer ist geometrisch exakt auf die zylindrischen Dimensionen des LR 1000 Laborreaktors berechnet. Durch seine u-förmige, wandnahe Konstruktion erfasst das Rührorgan das Medium im gesamten Reaktorvolumen. Die Rotation des Ankers induziert primär tangentiale und radiale Strömungsfelder. Diese Scherspannungen brechen die Viskosität des Fluids im Schergefälle auf, zwingen das wandnahe Material in den Stoffaustausch und eliminieren strömungsmechanische Totzonen (Dead Zones) nahezu vollständig. Thermodynamische Konvektion in zähen Matrizes Auch ohne den Einsatz direkter physischer Wandabstreifer (wie beim Modell LR 1000.10) verbessert die Geometrie des LR 1000.11 den thermodynamischen Wirkungsgrad des Reaktorsystems massiv. Die wandnahe Rotation erzeugt mikroskopische Turbulenzen in der thermischen Grenzschicht zwischen Reaktorwand und Medium. Dieser ständige physikalische Austausch der molekularen Schichten führt das durch den Heizblock temperierte Fluid kontinuierlich in den kühleren Reaktorkern ab. Dies erhöht den konvektiven Wärmeübergangskoeffizienten (k-Wert) signifikant, minimiert drastische Temperaturgradienten im 1000-ml-Volumen und schützt thermolabile Analyten präventiv vor lokaler Denaturierung. Absolute chemische Inertheit durch Monomaterial-Design Ein herausragender analytischer Vorteil des LR 1000.11 ist der vollständige Verzicht auf polymere Bauteile oder Elastomere. Der gesamte Rührer – von der Antriebswelle bis zu den Ankerblättern – ist aus massivem, korrosionsbeständigem Edelstahl AISI 316L (Werkstoffnummer 1.4404) gefertigt. Dieser molybdänlegierte Austenit bietet eine unübertroffene chemische Inertheit. Der Ankerrührer kann bedenkenlos in hochaggressiven Medien, konzentrierten organischen Lösungsmitteln, starken Säuren oder bei extremen pH-Werten eingesetzt werden, bei denen Rührorgane mit PEEK- oder PTFE-Komponenten chemisch angegriffen würden oder aufquellen könnten. GLP-konforme Sterilisation und Hygiene Das Fehlen von verschleißanfälligen Abstreiferlippen oder komplexen mechanischen Verbindungen macht den LR 1000.11 zu einem hochgradig hygienischen Arbeitsinstrument. Die glatten, elektropolierten Edelstahloberflächen bieten bakteriellen Biofilmen oder hartnäckigen chemischen Rückständen keine mikroskopischen Angriffsflächen. Für die strikte Einhaltung von GLP/GMP-Hygienerichtlinien lässt sich das Rührorgan bei 121 °C (oder höher) unbegrenzt oft thermisch im Autoklaven sterilisieren oder in aggressiven Ultraschallbädern lückenlos dekontaminieren. Technische Details Produkttyp: Ankerrührer (ohne Abstreifer) Strömungsmechanische Auslegung: Für hochviskose, laminare und pastöse Medien Konstruktionsprinzip: Wandnahe Rotation zur Erzeugung tangentialer Strömungen Thermodynamischer Vorteil: Förderung des konvektiven Wärmeaustauschs im Reaktor Kompatibilität: Exklusiv für IKA LR 1000 Laborreaktorsysteme Material: Massiver Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Chemische Beständigkeit: Absolute Resistenz gegen organische Lösungsmittel und aggressive Säuren Verschleißteile: Keine (vollständiger Verzicht auf Polymere) Max. zulässige Arbeitstemperatur: 120 °C (limitiert durch das Reaktorsystem) Hygiene: Vollständig autoklavierbar und chemisch sterilisierbar Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.11 Ankerrührer (Edelstahl) (Wichtiger Hinweis: Der IKA LR 1000 Reaktorbehälter sowie die Basisstation sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der LR 1000.11 Ankerrührer ist das mechanische Strömungsorgan und muss zwingend im Zusammenspiel mit einem IKA LR 1000.1 oder LR 1000.3 Reaktorbehälter betrieben werden. Sollten Sie bei extrem klebrigen oder zur Anbrennung neigenden Harzen eine noch stärkere thermodynamische Durchmischung der Grenzschicht benötigen, empfehlen wir den Wechsel auf das Modell LR 1000.10 mit aktiven PEEK-Abstreifern. Wenden Sie sich für die rheologisch korrekte Auslegung Ihrer Reaktionswerkzeuge jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.20 Strömungsbrecher, für LR 1000, 0004663200
Strömungsmechanik und Elimination des Vortex-Effekts In der chemischen Rührkesseltechnik führt die Rotation eines zentral angeordneten Rührorgans – insbesondere bei newtonschen Fluiden oder Medien mit niedriger bis mittlerer Viskosität – unweigerlich zur Ausbildung einer massiven Tangentialströmung. Das gesamte Fluid beginnt, als starrer Körper mit dem Rührer zu rotieren (Festkörperrotation). Die physikalische Folge ist die Entstehung einer tiefen, zentralen Trombe (Vortex-Effekt), durch die ungewollt Luftsauerstoff in das Medium eingesaugt wird, während die eigentliche makroskopische Durchmischung zum Erliegen kommt. Der IKA LR 1000.20 Strömungsbrecher (Baffle) ist das zwingend erforderliche verfahrenstechnische Bauteil, um dieses Strömungsphänomen zu durchbrechen. Als statisches Hindernis im Reaktionsraum blockiert er den laminaren tangentialen Fluss und zwingt den Photonen- und Stoffstrom in stark turbulente, axiale und radiale Vektoren. Dies erhöht die lokale Reynolds-Zahl drastisch, maximiert die Schergradienten und garantiert eine absolut homogene, blasenfreie Phasenverteilung im 1000-ml-Reaktor. Thermodynamische In-situ-Messung im turbulenten Kern Eine präzise chemische Synthese erfordert die exakte thermodynamische Überwachung der Reaktionstemperatur direkt im Kern des Mediums, weit entfernt von den thermischen Grenzschichten der beheizten Reaktorwand. Der LR 1000.20 Strömungsbrecher erfüllt hierzu eine hochintelligente Dualfunktion: Er fungiert nicht nur als mechanischer Störkörper, sondern ist konstruktiv als hohle Schutzhülse ausgelegt. Er dient der direkten, zentrierten Aufnahme von IKA Temperaturfühlern (wie dem PT 100.30). Durch diese Integration wird die Temperatur exakt in der durch den Brecher erzeugten Hochturbulenz-Zone gemessen, was thermische Latenzen (Verzögerungen) bei der Regelung der Heizleistung auf ein absolutes Minimum reduziert. Materialintegrität und hermetische Normschliff-Integration Um die Atmosphäre im Reaktor (Vakuum oder Inertgas) nicht zu kompromittieren, wird der Strömungsbrecher über einen präzisionsgeschliffenen Normschliff gasdicht in den Deckel des LR 1000 Laborreaktors integriert. Alle medienberührenden Oberflächen des Bauteils bestehen aus hochgradig korrosionsbeständigem Edelstahl AISI 316L (Werkstoffnummer 1.4404). Diese chemische Inertheit erlaubt den dauerhaften Einsatz in aggressiven Lösungsmitteln oder Säuren. Das totraumfreie, elektropolierte Monomaterial-Design verhindert zudem die Anhaftung mikrobiologischer Biofilme und ermöglicht eine lückenlose thermische Sterilisation im Autoklaven nach strengsten GLP-Richtlinien. Technische Details Produkttyp: Strömungsbrecher (Baffle) mit Sensoraufnahme Strömungsmechanische Funktion: Zerstörung laminarer Tangentialströmungen und Tromben Thermodynamischer Nutzen: Drastische Erhöhung der Mischkinetik und des Wärmeaustauschs Spezifisches Merkmal: Hohlschaft zur Integration von Temperaturfühlern (z. B. PT 100) Kompatibilität: IKA LR 1000 Laborreaktorsysteme Material: Massiver Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Montage: Gasdichte Integration über Normschliff-Ports im Reaktordeckel Chemische Beständigkeit: Absolute Resistenz gegen organische Lösungsmittel Vakuumtauglichkeit: Systemerhaltend durch exakte Passungen Hygiene: Vollständig autoklavierbar und chemisch sterilisierbar Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.20 Strömungsbrecher (Edelstahl) (Wichtiger Hinweis: Der IKA LR 1000 Reaktorbehälter, Temperatursensoren sowie die Basisstation sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der Strömungsbrecher entfaltet sein volles Potenzial erst, wenn er mit einem Messinstrument gekoppelt wird. Um die duale Funktion des Bauteils zu nutzen, benötigen Sie den passenden IKA PT 100.30 Temperaturmessfühler, welcher exakt in den Schaft des Brechers eingeführt wird. Bei der Verarbeitung von extrem hochviskosen Pasten mit dem Ankerrührer (LR 1000.10) ist der Strömungsbrecher physikalisch oft nicht notwendig und kann kollidieren; er ist primär für niedrig- bis mittelviskose Fluide in Kombination mit Propeller- oder Dissolver-Rührern konzipiert. Wenden Sie sich für die strömungsmechanisch fehlerfreie Konfiguration an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.3 Laborreaktorbehälter mit Bodenablassventil, Vakuum, 1000 ml, 0025001955
Rheologische Herausforderungen und hydrodynamischer Produktaustrag In der chemischen und kosmetischen Verfahrenstechnik stellt das Handling von extrem hochviskosen, nicht-newtonschen Fluiden – wie strukturviskosen Polymergelen, Pasten oder dichten Emulsionen – eine massive physikalische Herausforderung dar. Während Standardreaktoren für die Entnahme des Endprodukts meist umständlich demontiert oder gekippt werden müssen, was zu hohen Scherspannungen und Produktverlusten führt, verfügt der IKA LR 1000.3 Laborreaktorbehälter über ein voll integriertes Bodenablassventil. Dieses verfahrenstechnische Kernelement sitzt exakt am tiefsten topografischen Punkt des 1000-ml-Reaktors. Es ermöglicht den kontinuierlichen oder chargenweisen Austrag von zähen Medien (bis zu 100.000 mPa·s) unter absoluter Minimierung des Totvolumens. Die direkte hydrodynamische Entleerung schont die molekulare Struktur scherempfindlicher Produkte und reduziert die Kontaminationsgefahr beim Transfer in nachgeschaltete Abfüllanlagen. Thermodynamische Prozessführung und Vakuumisolation Als Herzstück der LR 1000 basic und control Systeme ist der Behälter für eine thermodynamisch hochpräzise Reaktionsführung ausgelegt. Die thermische Energie des Basisgeräts wird über das Reaktorgefäß absolut homogen in das Medium übertragen, was lokale Überhitzungen (Hotspots) verhindert und Prozesstemperaturen von bis zu 120 °C sicherstellt. Ein weiteres kritisches Merkmal komplexer Synthesen ist die absolute Kontrolle der Reaktoratmosphäre. Der LR 1000.3 ist vollständig hochvakuumtauglich. Die Evakuierung des Reaktionsraums ist essenziell für die blasenfreie Entgasung (Deaeration) von Gelen nach der hochtourigen Dispergierung oder für die Durchführung feuchtigkeitssensibler Polymerisationen unter inerten Schutzgasen. Der massive Reaktordeckel sichert die hermetische Abdichtung gegenüber der Umgebungsatmosphäre. Metrologische Konnektivität durch Normschliffe Um den Reaktor als autarkes Mess- und Regelsystem zu nutzen, ist der Deckel mit standardisierten Normschliff-Ports (3 x NS 14 und 1 x NS 29) ausgestattet. Diese präzisionsgeschliffenen Zugänge erlauben das absolut gasdichte Einbringen von prozesskritischer Sensorik (PT 100 Temperaturfühler, pH-Elektroden) oder verfahrenstechnischem Zubehör wie Tropftrichtern zur exakten Stöchiometrie-Dosierung und Rückflusskühlern zur Kondensation volatiler Lösungsmittel. Ein NS 14 Vakuumhahn zur direkten Druckregelung ist bereits werkseitig in das Deckelsystem integriert. Materialintegrität in GMP-regulierten Umgebungen Um die chemische Stabilität gegenüber aggressiven Reaktanten, starken Säuren und organischen Lösungsmitteln lückenlos zu gewährleisten, bestehen alle medienberührenden Komponenten aus Materialien höchster Industriegüte. Der zylindrische Reaktorkörper ist aus temperaturwechselbeständigem, hochtransparentem Borosilikatglas 3.3 gefertigt, was eine permanente optische In-situ-Kontrolle von Phasenübergängen erlaubt. Die metallischen Ventilkomponenten und Sensordurchführungen bestehen aus hochwertigem Edelstahl AISI 316L. Als Dichtungsmaterialien fungieren extrem widerstandsfähige FFPM- und PTFE-Elastomere. Zur Einhaltung strenger GLP/GMP-Hygienerichtlinien lässt sich das Bodenablassventil für eine thermische oder chemische Intensivreinigung vollständig zerlegen. Technische Details Maximales Arbeitsvolumen: 1000 ml Max. Arbeitstemperatur des Produkts: 120 °C Spezifisches Merkmal: Integriertes Bodenablassventil für hochviskose Medien Strömungsmechanische Auslegung: Für Viskositäten bis 100.000 mPa·s Vakuumtauglichkeit: Ausgelegt für evakuierten Betrieb und Entgasung Material Reaktorgefäß: Borosilikatglas 3.3 (hochtransparent) Material (medienberührende Metalle): Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Dichtungsmaterial: FFPM und PTFE Deckel-Anschlüsse (Normschliff): 3 x NS 14, 1 x NS 29 Vakuum-Integration: Inklusive NS 14 Vakuumhahn im Deckel Kompatible Antriebssysteme: IKA LR 1000 basic base und LR 1000 control base Hygiene: Ventil und Behälter vollständig demontierbar zur Dekontamination Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.3 Laborreaktorbehälter (1000 ml, mit Bodenablassventil) 1 x Reaktordeckel mit PTFE/FFPM-Dichtungen 2 x Glasstopfen NS 14 (inklusive Befestigungsklemmen) 1 x Glasstopfen NS 29 (inklusive Befestigungsklemme) 1 x Vakuumhahn NS 14 Individueller Bedarf & Zubehör Der LR 1000.3 Behälter fungiert als reine verfahrenstechnische Kammer und muss zwingend in Kombination mit der Heizeinheit IKA LR 1000 basic base oder control base betrieben werden. Für den mechanischen Energieeintrag benötigen Sie zudem ein passendes Rührorgan, wie den Ankerrührer LR 1000.11. Für extrem wandhaftende, zähe Gele empfehlen wir den Rührer LR 1000.10 mit PEEK-Abstreifern, um den Wärmeaustausch an der Glaswand zu maximieren. Wenden Sie sich für die thermodynamische und strömungsmechanische Auslegung Ihres Reaktorsystems jederzeit an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.40 Schaftaufnahme FFKM, Vakuum, für LR 1000, 0025001950
Polymerphysik und dynamische Systemabdichtung In der chemischen Reaktionstechnik unter extremen Milieubedingungen – wie bei hochaggressiven Lösungsmitteln, starken Säuren oder komplexen Synthesen unter Hochvakuum – stellt die physikalische Durchführung rotierender Werkzeugschäfte in den geschlossenen Reaktionsraum den kritischsten Punkt der Systemhermetik dar. Konventionelle O-Ringe aus FKM oder EPDM quellen durch die Lösungsmittelinterkalation auf, verlieren ihre molekulare Rückstellkraft oder werden chemisch zersetzt. Die IKA LR 1000.40 Schaftaufnahme ist daher mit hochspezialisierten dynamischen Dichtungselementen aus FFKM (Perfluorkautschuk) ausgestattet. Dieses Hochleistungselastomer vereint die absolute chemische Inertheit und thermische Stabilität von PTFE (Teflon) mit dem viskoelastischen, abdichtenden Gedächtnisverhalten klassischer Kautschuke. Diese Materialarchitektur garantiert, dass das Reaktorsystem auch bei der Verarbeitung hochkorrosiver Medien und unter ständiger mechanischer Reibung des rotierenden Schafts absolut vakuumdicht und leckagefrei bleibt. Kinematische Fluchtung und Tribologie Neben der thermodynamischen Isolierung erfüllt die Schaftaufnahme eine zwingende statische Funktion. Hochviskose strukturviskose Medien erzeugen bei der Rotation großer Rührorgane gewaltige radiale und tangentiale Strömungswiderstände. Diese übertragen massive laterale Scherkräfte (Biegemomente) auf den Edelstahlschaft. Die LR 1000.40 Aufnahme fungiert als starres mechanisches Brückenelement. Sie fixiert den Schaft absolut fluchtend (koaxial) in der Z-Achse und fängt die hydrodynamischen Vibrationen auf. Diese Resonanzunterdrückung ist tribologisch zwingend erforderlich: Jede Exzentrizität oder Unwucht des Rührers würde andernfalls die empfindlichen FFKM-Dichtlippen unter dem permanenten Vakuumdruck mechanisch aufreiben und die hermetische Barriere sofort zerstören. Thermodynamische Belastbarkeit im Reaktor-Setup Die Schaftaufnahme ist konstruktiv exakt auf das thermodynamische Leistungsspektrum des IKA LR 1000 Systems berechnet. Die massiven Edelstahlbauteile sowie die FFKM-Dichtungen widerstehen den normierten Maximaltemperaturen von 120 °C im Dauerbetrieb ohne plastische Deformation oder Verlust der Dichtigkeit. Die Montage erfolgt formschlüssig und absolut gasdicht direkt auf den genormten Durchführungen (Normschliff) des Reaktordeckels, was das sichere Arbeiten unter inerten Schutzgasatmosphären ermöglicht, um die Oxidation feuchtigkeitssensibler Polymerisationen auszuschließen. Technische Details Produkttyp: Mechanische Schaftaufnahme / Rührer-Adapter Verfahrenstechnische Funktion: Dynamische, gasdichte Wellendurchführung Dichtungsmaterial: FFKM (Perfluorkautschuk / Perfluorelastomer) Mechanisches Gehäuse: Massiver, chemikalienresistenter Edelstahl Chemische Resistenz: Maximale Beständigkeit gegen hochaggressive Lösungsmittel, Säuren und Laugen Vakuumtauglichkeit: Garantiert die absolute Systemhermetik bei hochtouriger Evakuierung Tribologie: Abriebfeste Dichtungslippen für kontinuierliche Wellenrotation Thermodynamische Belastbarkeit: Ausgelegt für Reaktortemperaturen bis 120 °C Kompatibilität: Exklusiv passend für Deckelsysteme des IKA LR 1000 Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.40 Schaftaufnahme (inkl. FFKM-Dichtelementen) (Wichtiger Hinweis: Rührwellen, Sensoren sowie der LR 1000 Reaktorbehälter sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die FFKM-Schaftaufnahme ist ein verfahrenstechnisches Verschleiß- und Brückenbauteil. Obwohl FFKM eine extreme chemische und mechanische Belastbarkeit aufweist, unterliegen auch diese dynamischen Dichtungen bei ständiger Reibung einem langwierigen tribologischen Verschleißprozess. Für Betriebe mit kontinuierlicher 24/7-Auslastung unter Hochvakuum empfehlen wir, die Dichtigkeit des Systems im Rahmen der GLP-Wartungsintervalle metrologisch zu prüfen. Wenden Sie sich für die Konfiguration Ihres Reaktor-Setups und den Bezug von FFKM-Ersatzdichtungen jederzeit an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.41 Schaftaufnahme für T 25 Dispergierer, 0004664300
Kinematische Kopplung und High-Shear-Integration In der anspruchsvollen Formulierungsentwicklung von Nanopartikeln, hochfeinen kosmetischen Emulsionen oder pharmazeutischen Suspensionen reicht die makroskopische Durchmischung durch klassische Ankerrührer verfahrenstechnisch oft nicht aus. Für das Aufbrechen kleinster Primärpartikel oder Tropfen ist die punktuelle, massive Einbringung von Scherkräften durch Rotor-Stator-Systeme zwingend erforderlich. Die IKA LR 1000.41 Schaftaufnahme ist das kritische mechanische Brückenelement, um hochtourige Dispergierantriebe – spezifisch den IKA T 25 digital LR – formschlüssig und sicher in das geschlossene LR 1000 Laborreaktorsystem zu integrieren. Diese Adapterkomponente ermöglicht die physikalische Transformation des Reaktors von einem reinen Rührkessel zu einem thermodynamisch kontrollierten High-Shear-Homogenisator. Schwingungsmechanik und Resonanzunterdrückung Der Antrieb eines IKA T 25 Dispergierers generiert bei Rotationsgeschwindigkeiten von bis zu 25.000 Umdrehungen pro Minute gewaltige kinetische Energien. Auch bei perfekt gewuchteten Dispergierwerkzeugen entstehen durch die turbulente Strömungsmechanik im Reaktormedium unweigerlich hochfrequente, laterale Schwingungen. Die LR 1000.41 Schaftaufnahme ist geometrisch und statisch exakt darauf berechnet, diese mechanischen Vibrationen zu absorbieren. Sie garantiert die absolute axiale Fluchtung (Zentrierung) des Dispergierwerkzeugs innerhalb des Reaktorgefäßes. Diese starre mechanische Fixierung ist von essenzieller Bedeutung, da jede Exzentrizität oder Unwucht die empfindlichen FFPM-Gleitringdichtungen der Vakuum-Dispergierwerkzeuge (wie dem KD-LR) unter hydrostatischem Druck sofort mechanisch zerstören würde. Verfahrenstechnische Flexibilität und Scale-up Die Konstruktion der Schaftaufnahme erlaubt einen modularen und hochgradig reproduzierbaren Workflow. Sie ermöglicht dem Verfahrenstechniker, den schweren 800-Watt-Antriebsmotor absolut lotrecht und spannungsfrei auf den Normschliff-Deckel des Reaktors abzusenken und dort mechanisch zu verriegeln. Dies ermöglicht die Durchführung von komplexen Multi-Step-Synthesen im selben Batch: So kann ein Polymer zunächst unter Vakuum mit einem Ankerrührer aufgeschmolzen und homogenisiert werden, um anschließend – nach dem reibungslosen mechanischen Wechsel auf den Dispergierantrieb mittels der LR 1000.41 Aufnahme – unter High-Shear-Bedingungen mit aktiven Wirkstoffen beaufschlagt zu werden. Technische Details Produkttyp: Mechanische Schaftaufnahme / Motoradapter Kinematische Funktion: Axiale Fluchtung und schwingungsfreie Fixierung von Hochleistungsantrieben Kompatibler Antrieb: Ausgelegt für IKA T 25 digital LR Dispergierer Kompatibles Reaktorsystem: IKA LR 1000 basic und LR 1000 control Mechanische Eigenschaft: Absorbiert laterale Vibrationen bei Drehzahlen bis 25.000 U/min Kompatible Werkzeuge: Sichert die Integrität von S 25 KD-LR Vakuum-Dispergierwerkzeugen Materialausführung: Verwindungssteife Industriemetalle für maximale mechanische Belastbarkeit Installation: Werkzeuglose Adaption am Laborreaktor-Deckelsystem Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.41 Schaftaufnahme (Wichtiger Hinweis: Der IKA LR 1000 Reaktorbehälter, der T 25 Dispergierantrieb sowie die Dispergierwerkzeuge sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die Schaftaufnahme ist ein reines Verbindungselement. Um den physikalischen Dispergierprozess im Reaktor zu starten, benötigen Sie zwingend den Antrieb IKA T 25 digital LR (Art.-Nr. 0020008820) sowie ein vakuumdichtes Rotor-Stator-Werkzeug der KD-LR Serie (z. B. S 25 KD - LR - 25 G). Wenden Sie sich für die statisch und kinematisch fehlerfreie Konfiguration Ihrer modularen Reaktionsanlage jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.61 Messfühleraufnahme, für LR 1000, 0004664400
Thermodynamische Systemintegration und absolute Hermetik In der chemischen Reaktionstechnik und der hochviskosen Polymerisationsführung ist die exakte In-situ-Erfassung der Reaktionstemperatur entscheidend für die Prozesssicherheit und Kinetik. Um einen metrologischen Temperaturfühler (wie den PT 100.30) direkt in den Kern des Reaktionsmediums zu führen, muss die physikalische Barriere des Reaktors durchbrochen werden. Die IKA LR 1000.61 Messfühleraufnahme dient als statisches Brückenelement, das diese Sensorik absolut gasdicht mit den Normschliff-Ports des LR 1000 Reaktordeckels verbindet. Die geometrisch exakt berechneten Dichtungspassungen gewährleisten, dass das Vakuum bei der hochtourigen Entgasung zäher Matrizes nicht kompromittiert wird. Gleichzeitig wird das unkontrollierte Einströmen von Luftsauerstoff bei feuchtigkeitssensiblen Reaktionen (unter Inertgas-Atmosphäre) physikalisch vollständig unterbunden. Metrologische Z-Achsen-Kalibrierung Für ein repräsentatives thermodynamisches Mapping des Reaktors darf die Messspitze des Sensors nicht in der thermischen Grenzschicht der temperierten Reaktorwand oder in einer strömungsmechanischen Totzone verharren. Die Konstruktion der LR 1000.61 Aufnahme erlaubt die stufenlose Justierung der axialen Eintauchtiefe (Z-Achse) des eingeführten Sensors. Der Anwender kann den Messfühler millimetergenau im fluiden Kern positionieren, wo die Mischkinetik durch die Rührorgane am höchsten ist. Die mechanische Klemmung arretiert den Edelstahlschaft des Sensors anschließend dauerhaft und verhindert ein axiales Verschieben durch den hydrostatischen Druck oder Sog des Rührwerks. Mechanische Vibrationsdämpfung und Integrität Hochviskose, strukturviskose Medien erzeugen bei der Rotation großer Ankerrührer massive tangentiale Strömungswiderstände und hochfrequente Vibrationen. Diese hydrodynamischen Lasten übertragen laterale Biegemomente auf den langen, dünnen Schaft des Temperatursensors. Die LR 1000.61 Aufnahme fixiert den Sensor starr in der Geometrie und absorbiert diese lateralen Scherkräfte. Dies schützt die empfindliche Platin-Widerstandsstruktur (PT 100) im Inneren des Fühlers vor mikroskopischen Kabelbrüchen oder dekalibrierenden mechanischen Erschütterungen. Alle medienberührenden Bauteile der Aufnahme sind aus chemisch hochgradig resistenten Werkstoffen gefertigt, um korrosiven Lösungsmitteldämpfen bei bis zu 120 °C dauerhaft zu widerstehen. Technische Details Produkttyp: Messfühleraufnahme / Mechanischer Sensor-Adapter Verfahrenstechnische Funktion: Gasdichte Integration und statische Fixierung Metrologischer Nutzen: Stufenlose Justierung der axialen Eintauchtiefe Schwingungsmechanik: Absorbiert laterale hydrodynamische Strömungskräfte Kompatibilität (Reaktor): Exklusiv passend für IKA LR 1000 Deckelsysteme Kompatibilität (Sensor): Konzipiert für schlanke Messfühler (wie PT 100.30) Vakuumtauglichkeit: Garantiert die absolute Systemhermetik bei Evakuierung Thermodynamische Belastbarkeit: Ausgelegt für Reaktortemperaturen bis 120 °C Installation: Formschlüssige Montage in den Normschliff-Ports des Reaktordeckels Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.61 Messfühleraufnahme (Wichtiger Hinweis: Temperaturfühler sowie der LR 1000 Reaktorbehälter sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die LR 1000.61 Aufnahme ist ein reines mechanisches Arretierungsbauteil. Um die thermodynamische Überwachung im Reaktor zu realisieren, ist der Einsatz des passenden IKA PT 100.30 Temperaturfühlers zwingend erforderlich. Dieser wird präzise durch die Aufnahme geführt und an die IKA LR 1000 Basisstation angeschlossen, um die Heizleistung auf Basis der metrologischen In-situ-Daten in Echtzeit zu regeln. Wenden Sie sich für die thermodynamisch und mechanisch fehlerfreie Konfiguration Ihrer Reaktor-Sensorik jederzeit an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.64 pH-Elektrode für LR 1000 System, BNC, 0004663300
Potentiometrische In-situ-Analyse in komplexen Matrizes In der chemischen Prozessführung und der pharmazeutischen Synthese ist der pH-Wert ein kritischer thermodynamischer und kinetischer Steuerparameter. Das klassische Ziehen von Proben zur externen pH-Bestimmung verfälscht durch Temperaturabfall und Oxidation das metrologische Ergebnis und unterbricht die Hermetik des Reaktors. Die IKA LR 1000.64 pH-Elektrode ermöglicht die kontinuierliche, potentiometrische In-situ-Messung direkt im aktiven Prozessraum. Das elektrochemische Herzstück bildet eine ionenselektive Glasmembran. Sobald diese in das wässrige oder teilaquatische Medium eintaucht, entsteht durch den Austausch von Wasserstoffionen (Protonen) ein galvanisches Grenzflächenpotenzial. Die Potenzialdifferenz zwischen diesem Mess-Halbelement und einem internen Referenzsystem (Ag/AgCl) wird als Spannungssignal erfasst und durch die Nernst-Gleichung vom angeschlossenen Messumformer in den exakten pH-Wert transformiert. Diaphragma-Mechanik in hochviskosen Fluiden Die Messung in stark strukturviskosen, pastösen oder partikelbeladenen Medien – wie sie typischerweise im LR 1000 Reaktor verarbeitet werden – stellt eine massive physikalische Herausforderung für herkömmliche pH-Sonden dar. Polymere oder Harze verstopfen das Diaphragma, was den zwingend erforderlichen elektrischen Ionenaustausch zwischen Referenzelektrolyt und Reaktionsmedium blockiert und zu drastischen Messfehlern (Drift) führt. Die LR 1000.64 Elektrode ist geometrisch und mechanisch exakt für diese harschen rheologischen Umgebungen konzipiert. Die spezifische Konstruktion des Flüssigkeitsübergangs minimiert die Verstopfungsneigung (Clogging) und garantiert einen stabilen, rauschfreien Signalfluss selbst bei extremer Viskosität des Polymers oder der Emulsion. Systemintegration und thermische Kompensation Um den Reaktionsraum während der Messung unter Vakuum oder Inertgas zu halten, wird die Elektrode gasdicht über einen Normschliff in den Deckel des LR 1000 Reaktorgefäßes eingeführt. Die elektrische Signalübertragung erfolgt über einen standardisierten, hochabgeschirmten BNC-Stecker. Da das galvanische Potenzial der Nernst-Gleichung einer strengen thermodynamischen Temperaturabhängigkeit unterliegt, muss der pH-Wert permanent rechnerisch korrigiert werden. Im IKA LR 1000 control System wird das Rohsignal der LR 1000.64 Elektrode in Echtzeit mit den In-situ-Daten des PT 100 Temperaturfühlers gekoppelt, um eine absolut temperaturkompensierte (ATC) und metrologisch fehlerfreie pH-Ausgabe zu generieren. Lückenlose GLP-Datenakquise Die Kombination aus der LR 1000.64 Elektrode und dem IKA LR 1000 control System transformiert den Reaktor in eine autarke analytische Station. Säure-Base-Titrationen oder pH-bedingte Phasenübergänge können lückenlos aufgezeichnet werden. Über die Laborsoftware IKA labworldsoft lassen sich die pH-Kurven synchron zu Drehmoment- und Temperaturtrends manipulationssicher loggen. Dies ist für zertifizierte Labore, die strengen GLP- oder GMP-Richtlinien unterliegen, eine fundamentale Voraussetzung für erfolgreiche QM-Audits. Technische Details Produkttyp: Potentiometrische pH-Elektrode Messprinzip: Ionenselektive Glasmembran mit Referenzsystem Rheologische Eignung: Optimiert für hochviskose, pastöse und partikelbeladene Medien Elektrischer Anschluss: Abgeschirmter BNC-Stecker Kompatibilität: IKA LR 1000 control Basisstation (oder externe pH-Meter) Thermodynamische Korrektur: Erfordert externe Temperaturkompensation (ATC) im System Mechanische Integration: Einführung über Normschliff-Ports im Reaktordeckel Chemische Resistenz: Hochgradige Beständigkeit des Glasschafts gegen Lösungsmittel Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.64 pH-Elektrode (inkl. BNC-Kabel) (Wichtiger Hinweis: Normschliff-Adapter, Reaktorbehälter und Messumformer sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die pH-Elektrode ist ein reiner Sensor. Um das Millivolt-Signal in einen lesbaren pH-Wert zu konvertieren, benötigen Sie zwingend die Basisstation IKA LR 1000 control (die basic-Variante verfügt über keinen Messumformer) oder ein separates, hochohmiges pH-Meter. Um die Elektrode vakuumdicht im Reaktordeckel zu verankern, ist zudem die Beschaffung entsprechender Normschliff-Dichtungsadapter erforderlich. Wenden Sie sich für die metrologisch einwandfreie Kalibrierung (Pufferlösungen) und mechanische Konfiguration jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.65 pH-Messfühleraufnahme, für LR 1000, 0004663400
Hermetische Systemintegration und Vakuumarchitektur In der chemischen Prozessführung komplexer Polymerisationen oder bei der Synthese von hochviskosen Emulsionen ist die exakte Kontrolle der Reaktoratmosphäre eine fundamentale thermodynamische Grundvoraussetzung. Das Einführen einer analytischen pH-Elektrode (wie der IKA LR 1000.64) darf die physikalische Isolierung des Reaktionsraums unter keinen Umständen kompromittieren. Die IKA LR 1000.65 pH-Messfühleraufnahme fungiert als hochpräziser mechanischer Adapter, um den Sensor absolut gasdicht mit dem Normschliff-Deckel des LR 1000 Laborreaktors zu koppeln. Die exakt berechneten Passungen und Dichtungselemente der Aufnahme verhindern das Eindringen von Luftsauerstoff bei feuchtigkeitssensiblen Reaktionen unter Inertgas und sichern die lückenlose Aufrechterhaltung des Systemvakuums bei der hochtourigen Entgasung zäher Medien. Mechanische Stabilisierung gegen rheologische Lateralkräfte Neben der thermodynamischen Abdichtung erfüllt die Aufnahme eine zwingende statische Schutzfunktion. Hochviskose, nicht-newtonsche Fluide erzeugen in Kombination mit der Rotation massiver Ankerrührer gewaltige tangentiale und radiale Strömungsvektoren. Diese hydrodynamischen Scherkräfte üben einen massiven lateralen (seitlichen) Druck auf den fragilen Glasschaft der pH-Elektrode aus. Die LR 1000.65 Aufnahme fixiert die Elektrode starr in ihrer axialen Position und fängt die auftretenden Biegemomente und mechanischen Vibrationen vollständig ab. Durch diese Resonanzunterdrückung wird ein katastrophaler Glasbruch im Reaktor, der unweigerlich zur physikalischen und chemischen Zerstörung des gesamten Batches führen würde, physikalisch ausgeschlossen. Metrologische Reproduzierbarkeit und Materialintegrität Für eine metrologisch fehlerfreie In-situ-Messung muss sich die ionenselektive Membran der Elektrode kontinuierlich und exakt in der vorgesehenen strömungsmechanischen Turbulenzzone des Reaktors befinden. Die Aufnahme erlaubt die millimetergenaue Justierung der Eintauchtiefe (Z-Achse) und arretiert den Sensor dauerhaft gegen den hydrostatischen Auftrieb oder Sog des Rührwerks. Um die strukturelle Integrität auch bei den im LR 1000 herrschenden Maximaltemperaturen von 120 °C aufrechtzuerhalten und korrosiven Lösungsmitteldämpfen standzuhalten, sind alle medienberührenden Komponenten der Aufnahme aus chemisch hochgradig inerten Industriematerialien gefertigt. Technische Details Produkttyp: Messfühleraufnahme / Mechanischer Sensor-Adapter Verfahrenstechnische Funktion: Hermetische Abdichtung und statische Fixierung Schwingungsmechanik: Absorbiert laterale Biegemomente und hydrodynamische Scherkräfte Kompatibilität (Reaktor): Exklusiv passend für IKA LR 1000 Deckelsysteme Kompatibilität (Sensor): Konzipiert für die IKA LR 1000.64 pH-Elektrode (bzw. 12-mm-Standardschäfte) Vakuumtauglichkeit: Garantiert die Systemhermetik bei Evakuierung Thermodynamische Belastbarkeit: Ausgelegt für Reaktortemperaturen bis 120 °C Installation: Formschlüssige Montage in den Normschliff-Ports des Reaktordeckels Justierbarkeit: Erlaubt die stufenlose Einstellung der axialen Eintauchtiefe Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.65 pH-Messfühleraufnahme (Wichtiger Hinweis: Die pH-Elektrode, Temperatursensoren sowie der LR 1000 Reaktorbehälter sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die Messfühleraufnahme ist ein reines mechanisches Brückenbauteil. Sie benötigt für den analytischen Betrieb zwingend die entsprechende IKA LR 1000.64 pH-Elektrode (Art.-Nr. 0004663300). Die kontinuierliche metrologische Aufzeichnung der Potenziale erfordert zudem die IKA LR 1000 control Basisstation, da das basic-Modell nicht über die entsprechende elektrische Sensor-Infrastruktur verfügt. Wenden Sie sich für die thermodynamisch und statisch korrekte Konfiguration der Sensorik im Reaktordeckel jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.70 Deckelhalter, für LR 1000 System, 0025003123
Statik und Schwerpunktverlagerung im Workflow In der chemischen Reaktionstechnik stellt das Handling des voll bestückten Reaktordeckels während der Probenentnahme, der Gefäßreinigung oder beim Batch-Wechsel ein erhebliches mechanisches Risiko dar. Der Deckel des IKA LR 1000 Systems fungiert als zentraler metrologischer Hub und ist massiv mit Instrumenten beladen: Ankerrührer, Strömungsbrecher, pH-Elektroden und Temperaturfühler sind gasdicht über die Normschliffe integriert. Wird dieser Aufbau demontiert, verlagert sich der Schwerpunkt durch die nach unten ragenden Rührorgane und Sensoren extrem ungünstig. Der IKA LR 1000.70 Deckelhalter ist ein statisch hochsteifes Ablagestativ, das genau diese kinetische Instabilität kompensiert. Die massive Bodenplatte und der vertikale Kragarm sind physikalisch so berechnet, dass sie das hohe Drehmoment des asymmetrisch beladenen Deckels (inklusive montierter Motorik) kippsicher und vibrationsfrei aufnehmen. Frakturprävention und metrologische Integrität Das Ablegen eines bestückten Reaktordeckels auf klassischen Laborarbeitsflächen führt unweigerlich zu massiven mechanischen Schäden. Die fragilen, ionenselektiven Glasmembranen der pH-Elektroden oder die langen Edelstahlschäfte der PT-100-Sensoren würden unter dem Eigengewicht des massiven Edelstahl-Reaktordeckels sofort frakturieren oder sich plastisch verformen (Biegemoment). Der LR 1000.70 Halter fixiert den Deckel in einer definierten Z-Höhe, wodurch alle in das Medium ragenden Instrumente absolut kontaktfrei und schwebend in der Luft gehalten werden. Dieser statische Schutz erhält die Systemkalibrierung der Fühler und verhindert katastrophale Sensorausfälle. Kontaminationsprävention und GLP-Ergonomie Neben dem mechanischen Schutz erfüllt der Deckelhalter eine zwingende analytische Hygienefunktion. Rührorgane, an denen nach der Synthese noch Reste von hochviskosen Polymeren oder Emulsionen anhaften, dürfen nicht in physischen Kontakt mit der Arbeitsumgebung kommen. Das freie Hängen im Deckelhalter verhindert die Kontamination (Carry-over) der Arbeitsfläche mit aggressiven oder toxischen Medien. Gleichzeitig wird ausgeschlossen, dass die frisch autoklavierten Werkzeuge vor dem nächsten Prozessschritt Stäube oder mikrobielle Keime vom Labortisch aufnehmen, was für das Einhalten strenger GLP/GMP-Richtlinien unerlässlich ist. Technische Details Produkttyp: Mechanischer Deckelhalter / Ablagestativ Statische Funktion: Kippsichere Fixierung asymmetrisch beladener Reaktordeckel Kinematik: Kompensation hoher Biegemomente durch optimierten Schwerpunkt Mechanischer Schutz: Verhindert Glasfrakturen an pH-Elektroden und Sensorverbiegungen Hygiene: Sichert die kontaktfreie Ablage kontaminierter oder steriler Rührorgane Kompatibilität: Exklusiv passend für Deckelsysteme des IKA LR 1000 (basic und control) Material: Massives, verwindungssteifes und chemikalienresistentes Industriemetall Installation: Autarkes Stand-alone-System für den Laborarbeitsplatz Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.70 Deckelhalter (Stativ) (Wichtiger Hinweis: Reaktordeckel, Rührorgane, Sensoren sowie der Laborreaktor selbst sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der LR 1000.70 Deckelhalter ist eine rein infrastrukturelle Ergänzung für den Laborarbeitsplatz und generiert seine Funktionalität ausschließlich im Zusammenspiel mit einem existierenden IKA LR 1000 Reaktorsystem. Für Labore mit hohem Probendurchsatz (High-Throughput), die mehrere Reaktorbehälter (LR 1000.1 oder LR 1000.3) im Wechselbetrieb auf einer Basisstation fahren, ist dieses Stativ absolut essenziell, um den mit Sensoren bestückten Deckel während des Batch-Wechsels sicher zu parken. Wenden Sie sich für die ergonomische Optimierung Ihrer Prozessanlagen jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA MV 1 Magnetventil zur Kühlwasserkontrolle, 0020003763
Thermodynamische Regelkreise und Exothermie-Kompensation In der chemischen Reaktionstechnik und der Synthese hochmolekularer Polymere ist die absolute Kontrolle über die Reaktionstemperatur von kritischer Bedeutung. Insbesondere bei exothermen Reaktionen, bei denen massiv thermische Energie auf molekularer Ebene freigesetzt wird, muss das System unverzüglich gegenkühlen, um ein thermodynamisches Durchgehen (Thermal Runaway) des Reaktors zu verhindern. Das IKA MV 1 Magnetventil ist das strömungsmechanische Exekutivorgan für diesen Kühlprozess. In den Kühlwasserkreislauf eines Laborreaktors integriert, fungiert es als elektronischer Schalter für das Fluid. Überschreitet das Reaktionsmedium die programmierte Solltemperatur am Temperaturfühler, erhält das Ventil einen elektrischen Steuerimpuls, öffnet den Leitungsquerschnitt und flutet den Kühlmantel oder den internen Rückflusskühler des Systems mit temperiertem Kühlwasser, was den konvektiven Wärmeaustausch sofort maximiert. Elektromagnetische Aktorik und Fluidmechanik Die physikalische Funktionsweise des MV 1 basiert auf elektromagnetischer Kinematik. Im stromlosen Zustand hält eine mechanische Feder den Ventilkolben (Anker) absolut dicht auf dem Ventilsitz. Dieses Sicherheitsprinzip (Normally Closed / stromlos geschlossen) garantiert, dass bei einem Stromausfall der Kühlwasserkreislauf blockiert wird und es nicht zur Überflutung der Laborinfrastruktur kommt. Wird die integrierte Kupferspule bestromt, induziert sie ein starkes Magnetfeld. Die resultierende Lorentzkraft zieht den metallischen Anker gegen den statischen Federdruck in die Spule und gibt den Strömungsquerschnitt in Millisekundenbruchteilen frei. Diese extrem kurzen Schaltzeiten erlauben dem übergeordneten PID-Regler des IKA-Reaktorsystems eine hochfrequente, getaktete Dosierung des Kühlwasserdurchsatzes, um thermische Oszillationen zu eliminieren. Druckstabilität und Vermeidung hydrodynamischer Schocks Das Schalten von inkompressiblen Fluiden (wie Wasser) in unter Druck stehenden Leitungssystemen erzeugt beim abrupten Schließen unweigerlich gewaltige hydrodynamische Druckspitzen (sogenannte Druckschläge oder Water Hammer). Die interne Strömungsarchitektur des IKA MV 1 Magnetventils ist physikalisch darauf berechnet, die Schließkinetik des Ankers so abzufedern, dass diese Stoßwellen im Fluid minimiert werden. Dies schützt die empfindlichen Borosilikatglas-Kühler und die elastomeren Schlauchverbindungen im Reaktoraufbau zuverlässig vor mechanischer Zerstörung durch Berstdruck. Metrologische Systemintegration Das Ventil operiert nicht autark, sondern agiert als das präzise Endglied einer komplexen metrologischen Regelschleife. Es wird elektrisch direkt an die entsprechenden Relais- oder Steuerausgänge von IKA Temperatur-Controllern oder Reaktor-Basisstationen (wie der LR 1000 control) angeschlossen. Diese Integration transformiert den Laborreaktor von einem rein beheizten Gefäß zu einem vollautomatisierten, bidirektional temperierten (Heizen und Kühlen) thermodynamischen System. Technische Details Produkttyp: Elektromagnetisches Ventil (Solenoid Valve) Verfahrenstechnische Funktion: Strömungsmechanische Kühlwasserkontrolle Wirkprinzip: Elektromagnetische Aktorik durch Kupferspule Sicherheitsauslegung: Stromlos geschlossen (Normally Closed / NC) Thermodynamischer Nutzen: Präzise Kompensation exothermer Reaktionen Strömungsmechanik: Optimiert gegen hydrodynamische Druckschläge (Water Hammer) Systemintegration: Direkte Steuerung über IKA Basisstationen oder Temperatur-Controller Spannungsversorgung: Erfolgt über das angeschlossene IKA Steuergerät Medienkompatibilität: Konzipiert für wässrige Kühlmedien in Leitungssystemen Lieferumfang 1 x IKA MV 1 Magnetventil (Wichtiger Hinweis: IKA Steuergeräte, Kühlwasserschläuche und Reaktor-Infrastruktur sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Das IKA MV 1 Magnetventil ist ein reiner fluidmechanischer Aktor und generiert ohne einen übergeordneten PID-Controller keine Funktion. Um den Kühlkreislauf zu automatisieren, muss das Ventil mit der passenden Mess- und Regeltechnik (z.B. einem Kontaktthermometer, einer Basisstation oder einem Thermostaten mit Kühlwasser-Relais) gekoppelt werden. Für den mechanischen Anschluss an die Hauswasserleitung und den Reaktorkühler werden zudem druckstabile Silikon- oder EPDM-Schläuche sowie Schlauchschellen benötigt. Wenden Sie sich für die thermodynamisch fehlerfreie Auslegung Ihrer Kühlsysteme jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA Synthesereaktor EasySyn 1000 Advanced, #0020113436
IKA Synthesereaktor EasySyn 1000 Advanced, #0020113436
IKA Synthesereaktor EasySyn 1000 Starter, #0020113435
IKA Synthesereaktor EasySyn 1000 Starter, #0020113435
IKA Synthesereaktor EasySyn 2000 Advanced, #0020113440
IKA Synthesereaktor EasySyn 2000 Advanced, #0020113440